Doppelschleifer kaufen

Metallbearbeitungsmaschinen sind ein unerlässlicher Helfer für Handwerk, Gewerbe und Hobbybereich. Der Doppelschleifer ist einer dieser praktischen Helfer. Jeder kennt sicher die Situation, dass die Gartenschere stumpf ist oder ein Bohrer nicht mehr schneidet. Ersatz ist oft nicht zur Hand. Daher ist der gut bedient, der solch eine Werkzeugmaschine sein Eigen nennt. Die Anwendungsmöglichkeiten sind aber noch viel weitreichender: Entgraten von Werkstücken oder das Anschleifen von Phasen an Werkstücke geht leicht von der Hand. Die Doppelschleifer sind in verschiedenen Größen erhältlich. Der Schleifscheibendurchmesser ist dabei das entscheidende Kriterium. Für Handwerk und Industrie sind die Doppelschleifer größer dimensioniert und für Langzeitbetrieb ausgelegt. Für den Heimwerker reicht ein Doppelschleifer bis 150 mm Schleifscheibendurchmesser.

Aufbau und Funktionsweise von Doppelschleifern

Der Aufbau des Doppelschleifers ist eigentlich fast jedem bekannt. Ein stabiler Gehäusekörper, der aus Metall oder Gusseisen gefertigt ist, besitzt einen Sockel. Dieser hat Bohrungen zum Verschrauben mit einer Werkbank oder Gummifüße für sicheren Halt. Industriewerkzeuge sind zum Teil mit Ständer in Arbeitshöhe ausgelegt und nennen sich dann Schleifbock. Im Sockel ist der Schalter integriert. Kleinere Doppelschleifer haben eine Schaltstufe. Das Zuleitungskabel mit Stecker wird nach hinten oder seitlich herausgeführt. Der Motor befindet sich im Gehäuse. Die Motorwelle wird nach beiden Seiten herausgeführt und ist auf spielfreien Präzisionskugellagern geführt. Diese sind in den Gehäusekörper eingepresst. Die Welle sollte stabil genug bemessen sein und keine Unwucht erzeugen. Auf der Welle befinden sich links und rechts Flansche zur Aufnahme der Schleifscheiben. Diese sind auf einer Seite grob und auf der anderen Seite fein in der Körnung. Ebenso kann eine Seite für HSS-Stahl und die andere Seite für Hartmetall sein. Dies richtet sich nach der Hauptanwendung.

Zum Schutz gegen unbeabsichtigtes Berühren sind die Schleifscheiben von Schutzhauben umgeben, die nur die tatsächlich benötigte Arbeitsfläche freigeben. Eine verstellbare Arbeitsauflage ermöglicht, einen bestimmten Werkzeugwinkel zu bearbeiten. Außerdem soll der Spalt zwischen Arbeitsauflage und Schleifscheibe so gering wie möglich sein, um Unfallgefahr durch verkantende Werkstücke auszuschließen. Ein verstellbarer Funkenschutz mit Schutzgläsern ist über der Arbeitsauflage angeordnet, um beim Schleifen eine Gefährdung der Augen zu vermeiden. Wenn es nicht möglich, damit zu arbeiten, dann ist auf alle Fälle eine Schutzbrille aufzusetzen.

Kriterien für den Doppelschleifer-Kauf

Wenn es darum geht, den entsprechenden Doppelschleifer auszuwählen, dann sind einige Kriterien zu beachten. Sehr wichtig ist der vorgesehene Einsatzzweck. Wenn es nur darum geht, mal einen Bohrer nachzuschleifen, dann reichen verhältnismäßig kleine Doppelschleifer. Wenn aber vorgesehen ist, auch das Messer vom Rasenmäher zu schärfen oder Sägeschnitte zu entgraten, dann sind Doppelschleifer über 150 mm Schleifscheibendurchmesser zu empfehlen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ob nur Kurzzeitbetrieb von circa 30 Minuten gebraucht wird oder eine Dauerbelastung der Doppelschleifer zu erwarten ist. Weiterhin ist beim Kauf eines Doppelschleifers zu prüfen, ob sich die Auflage und der Sichtschutz leicht und möglichst werkzeuglos verstellen lassen. Das Eigengewicht des Doppelschleifers in Verbindung mit einer gut ausgewuchteten Schleifmaschinenwelle gewährleistet einen vibrationsarmen Lauf.

Als Zubehör sind Wandhalter und Maschinenunterbau je nach Hersteller lieferbar. Sinnvoll ist es, auch beim Werkzeugschleifen einen kleinen Wasserbehälter in der Nähe anzubringen. Bei HSS-Werkzeugen ist ein Kühlen möglich, damit die Werkzeughärte nicht durch Ausglühen verloren geht. Hartmetallwerkzeuge bitte nicht kühlen, da diese sonst Haarrisse bekommen.

Schleifscheiben für den Doppelschleifer

Von der Drehzahl her sind die für den jeweiligen Doppelschleifer empfohlenen Schleifscheiben unbedingt einzusetzen. Die Schleifscheiben dürfen nicht überlagert oder falsch gelagert sein, denn das kann unangenehme Folgen haben. Beim Aufziehen einer neuen Schleifscheibe ist diese mit einem Finger in der Mittelbohrung zu halten und eine Klangprobe durchzuführen. Wenn die Schleifscheibe in Ordnung ist, ist ein heller Klang zu hören. Denn defekte Schleifscheiben klingen nicht. Außerdem dürfen keine sichtbaren mechanischen Beschädigungen vorhanden sein. Die mitgelieferten Pappscheiben sind beiderseits der Schleifscheibe beim Anflanschen zu verwenden. Normal sind diese schon an die Scheibe geklebt. Dies verhindert ein Rutschen der Scheibe auf den Flansch und gleicht kleine Toleranzen in der Planität aus.

Die Drehzahl der Motorwelle liegt bei etwa 3.000 Umdrehungen pro Minute. Auf der Schleifscheibe ist die zulässige Geschwindigkeit angegeben. Schleifscheiben, die für kleinere Geschwindigkeiten hergestellt sind, dürfen nicht zum Einsatz kommen. Das Bindemittel für die Schleifkörner kann dann unter Umständen nicht mehr die Scheibe zusammenhalten. Also bitte streng nach den Angaben handeln, denn eine davonfliegende Schleifscheibe zerstört den Schutz und unter Umständen den Doppelschleifer. Bei den Körnungen ist die Größe 36 gut für grobe Arbeiten geeignet. Die Körnung 60 ist bei feineren Arbeiten zu bevorzugen. Für Hartmetall ist eine Körnung von 80 empfehlenswert. Diese Werte können allerdings abweichen und sollten nur eine erste Orientierung bieten. Die Motorleistung liegt bei den Doppelschleifern zwischen 150 bis 500 Watt. Industriewerkzeuge haben eine höhere Leistungsaufnahme und auch Schleifscheiben mit größerem Durchmesser.



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