Winkelschleifer – Trennschleifer

Der Winkelschleifer - umgangssprachlich gerne auch Flex genannt - wird zum Zertrennen oder Schleifen verwendet, wobei er von allen Schleifern durch seine hohe Drehzahl den höchsten Abtrag erzeugt. Jedoch ist das Oberflächenbild sehr schlecht, da die mit etwa 10.000 Umdrehungen pro Minute drehende Scheibe Riefen verursacht. Daher eignet sich der Winkelschleifer nicht für Oberflächen aus Holz - oder nur dann, wenn es nicht darauf ankommt, wie sie aussehen. Jedoch findet der Winkelschleifer exzellente Verwendung bei der Bearbeitung von Metall, Stein oder Keramik und ist hierbei sehr vielseitig einsetzbar. Übrigens wird gerne zwischen Winkel- und Trennschleifer unterschieden, wobei es sich jedoch um ein und dasselbe Werkzeug handelt. Andere Wörter für den Winkelschleifer sind Trenn- oder Schleifhexe.

Funktionsweise und Bedienung der Winkelschleifer


In der Regel besitzt der Winkelschleifer einen Elektromotor, manche Werkzeuge sind jedoch benzinbetrieben und dadurch unabhängig von einem Netzanschluss. Von der Motorleistung und von der Scheibengröße hängt die Leistung eines Winkelschleifers ab. Dabei gibt es verschiedene Arten von Scheiben für unterschiedliche Einsatzzwecke.

Metall und Stein können mit speziellen Trennscheiben problemlos durchtrennt und zugeschnitten werden. Allerdings nutzt sich die Trennscheibe sehr schnell ab, wenn damit Steinplatten zerteilt werden, weshalb dafür Diamantscheiben eingesetzt werden sollten. Sie sind zwar sehr viel teurer, jedoch dafür auch um ein Vielfaches haltbarer und behalten - anders als Billigausführungen - auch ihren Durchmesser bei.

Für Schleifarbeiten sowie fürs Schruppen müssen auf den Winkelschleifer dickere Schruppscheiben aufgesetzt werden. Gummiteller und Schleifblätter oder auch Schleifmopteller (bei denen die Schleifblätter fächerförmig ansetzen) kommen zum Einsatz, wenn Farbanstriche von Holz- oder Metalloberflächen geschliffen werden sollen. Zum Glätten von Oberflächen aus Stein eignet sich besonders der Schleiftopf, der ganz auf dem zu bearbeitenden Stück aufliegen muss.

Winkelschleifer können auch mit Schleifpapier oder speziellen Drahtbürsten kombiniert werden, um erfolgreich Rost zu entfernen, beispielsweise auch an Autos. Wenn sehr kleine Werkstücke zu bearbeiten sind, so muss der Winkelschleifer mit einem Maschinenhalter am Arbeitstisch befestigt werden. Auf diese Weise ist es möglich, beide Hände für das Führen des Werkstücks frei zu halten. Wenn der Winkelschleifer nicht am Arbeitstisch befestigt wird, so sollte er - auch wenn es sich um einen so genannten Einhandwinkelschleifer handelt - mit beiden Händen gehalten werden, damit er stabil bleibt. Übrigens unterscheiden sich Einhand- und Zweihandgeräte weder durch ihre Bauform noch durch die Handhabung. Als Einhandgeräte werden lediglich kleinere und weniger leistungsfähige Winkelschleifer mit einem kleineren Scheibendurchmesser bezeichnet. Sicherheitshinweis: Es sind unbedingt eine Schutzbrille und Arbeitshandschuhe zu tragen, um Verletzungen durch Funken zu vermeiden. Ein Gehörschutz empfiehlt sich insbesondere beim Zertrennen von Stein oder Metall.

Wichtigste Leistungsmerkmale der Winkelschleifer


Handelsübliche Winkelschleifer besitzen eine Leistung von 1.000 bis 2.000 Watt. Zu unterscheiden ist jedoch Leistungsaufnahme und -abgabe. Erstere ist nämlich nur mit dem Stromverbrauch identisch, während allein die Leistungsabgabe eine Aussage darüber trifft, wie stark ein Werkzeug ist. Bei guten und effizienten Winkelschleifern liegen beide Werte sehr nah beieinander. Neuere Winkelschleifer-Modelle besitzen Akkus, durch die der Winkelschleifer sehr flexibel einsetzbar wird. Jedoch sind mit Akku betriebene Winkelschleifer meist auch weniger leistungsstark.

Eine einfache Methode, gute Winkelschleifer zu erkennen, ist es, auf ihre Vibrationsarmut zu achten, und darauf, dass sie im Leerlauf verhältnismäßig leise betrieben werden können - beides sind wichtige Hinweise auf die Robustheit des Winkelschleifers. Daher empfiehlt sich ein Testbetrieb schon beim Einkauf. Wichtig ist auch die Leerlaufdrehzahl, denn sie gibt Auskunft darüber, wie schnell sich der Motor dreht. Leistungsfähige und empfehlenswerte Winkelschleifer bewegen sich im Umfeld von 10.000 Umdrehungen pro Minute. Moderne Winkelschleifer verfügen zudem über eine Constant-Elektronik, durch die auch bei hoher Belastung die eingestellte Drehzahl gehalten wird.

Fazit zum Winkelschleifer-Kauf


Besonders praktisch ist eine Spindelarretierung bei einem Winkelschleifer, denn dadurch lässt sich das Werkzeug für den Winkelschleifer ohne Hilfe von einem Schlüssel ganz einfach per Hand austauschen. Ein wichtiges Detail sind die Lüftungsschlitze im Gehäuse eines Winkelschleifers. Sie sorgen dafür, dass der Motor nicht überhitzt und sollten daher lieber zahlreicher und möglichst an der Vorderseite angebracht sein. So werden nämlich Metall- und Holzsplitter, Funken oder Staub vom Bediener fort geblasen anstatt ihm ins Gesichtsfeld.

Wichtig, wenn kein mit akkubetriebener Winkelschleifer gekauft wird, ist die Länge des Kabels, da mit einem kürzeren Kabel das Arbeiten weniger flexibel ist. Es empfiehlt sich, zudem darauf zu achten, dass der Winkelschleifer Abschaltkohlen besitzt. Diese sorgen dafür, dass sich der Motor automatisch abschaltet, sobald die - übrigens auswechselbaren - Kohlebürsten unbrauchbar geworden sind, und verhindern auf diese Weise, dass der Motor zu Schaden kommt. Linkshänder sollten zudem sichergehen, dass sich der Haltegriff sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite einsetzen lässt, was nicht bei jedem Winkelschleifer möglich ist.

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